Biologie Lexikon / Glossar

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Biochemie
von Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert St

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Ökologie
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DNA
( DNS, Desoxyribonukleinsäure )
 
(deutsch: DNS Desoxyribonukleinsäure,
engl.: DNA deoxyribonucleic acid)
Die Erbsubstanz aller Organismen - von einigen Viren abgesehen, bei denen die Erbinformation in der RNA gespeichert ist. Die DNA besteht aus linear verknüpften Nukleotiden, deren Abfolge die Erbinformation bildet.



Einträge die dna enthalten:
Polymerase-Kettenreaktion
Die Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction, PCR) ist eine Methode, um Desoxyribonukleinsäure (DNA) zu vervielfältigen, ohne dafür lebende Organismen, wie z.B. Colibakterien oder Hefe zu verwenden.
Restriktionsenzyme
Restriktionsendonukleasen. Endonuclease, die DNA sequenzspezifisch schneiden. Werden aus Bakterien isoliert, diese brauchen die Enzyme, um sich vor Fremd-DNA zu schützen. Ihre eigene DNA ist an den entsprechenden Stellen modifiziert (Methylierung) und wirddaher von den eigenen Restriktionsenzymen nicht geschnitten. Heute sind über 250 Restriktionsenzyme bekannt, diese sind wertvolle Werkzeuge der Molekularbilogie geworden.
Adenin
Adenin ist eine der vier DNA- und RNA-Basen. Sie ist, ebenso wie Guanin, eine Purinbase.

Die korrespondierende Pyrimidinbase ist Thymin. Das Basenpaar wird über zwei Wasserstoffbrücken verknüpft.
Basenpaar
Die beiden Basen Adenin und Thymin sowie die beiden Basen Cytosin und Guanin bilden in einem DNA-Doppelstrang jeweils Paare aus, die durch schwache Bindungen zusammengehalten werden. Die Summe dieser Bindungen ist für den Zusammenhalt der beiden DNA-Stränge verantwortlich. Etwas mißverständlich wird der Begriff Basenpaar auch für zwei komplementäre Nukleotide gebraucht. Die Aussage, daß die menschliche DNA aus 3 Milliarden Basenpaaren besteht, bedeutet genauer, daß sie aus rund 6 Milliarden Nukleotiden aufgebaut ist.
Bioproteinsynthese
Die Bioproteinsynthese setzt sich aus 2 Abschnitten zusammen: der Transkription und der Translation. Zunächst wird die DNA-Doppelhelix aufgewunden und am codogenen Strang der DNA werden in 5'-3' Richtung komplementäre m-RNA-Nucleotide angelagert und verknüpft. Dieser Vorgang wird von einem Enzym, der RNA-Polymerase gesteuert: Trifft sie auf ein Stopcodon, wird die m-RNA von der DNA abgelöst und freigesetzt.
Zytosin
Pyrimidinbase; Vorstufe der Nukleoside Cytidin und Desoxycytidin, die Bausteine der Genmoleküle RNA und DNA sind.
Desoxyribose
Zuckerbaustein der Nukleotide (Einheiten der DNA)
Euchromatin
Das Euchromatin stellt die Bereiche des aufgelockerten Chromatingerüsts im Karyoplasma einer Zelle dar. Im Gegensatz zum Heterochromatin liegt die DNA hier weniger dicht gepackter Form vor. Im Euchrooomatin befindet sich die überwiegende Mehrheit der Gene und fast die gesamte Genaktivität. Zum Teil sind hier die Doppelstränge der DNA durch Enzyme zu parallelen Einzelsträngen aufgetrennt.
Ligasen
Enzyme, die zwei Nukleinsäureenden miteinander verknüpfen. Insbesondere die Bildung einer neuen Phosphodieseterbrücke aus einem 3'-OH-Ende und einem 5'-Phosphatende zweier Nukleinsäuremoleküle unter ATP-Verbrauch. Häufig benutzt wird die T4-DNA-Ligase aus dem gleichnamigen Bakteriophagen.
Transkription
Umschreiben der DNA in RNA. Wichtigstes Enzym hierfür ist die RNA-Polymerase

Bei diesem Vorgang wird die normalerweise verdrillte DNA-Strickleiter teilweise entspiralisiert. Die beiden Stränge der DNA-Strickleiter, die normalerweise über jeweils zwei Gen-Buchstaben als Sprossen verbunden sind, werden getrennt, so dass zwei Einzel-Ketten von Gen-Buchstaben vorliegen.

Das Kopier-Werkzeug kann nun die Reihenfolge der DNA-Gen-Buchstaben feststellen und baut aus RNA-Gen-Buchstaben einen Kopie des genetischen Textes. Das Kopier-Werkzeug nennt man "RNA-Polymerase", weil es aus vielen RNA-Teilchen die Abschrift der Gene zusammenknüpft (griech.:poly = viel, meros = Teil).
Chromosomen
Fadenförmige lange DNA-Moleküle im Zellkern, die im Mikroskop als Organisationseinheit des Erbguts zu erkennen sind. Menschliche Körperzellen haben 46 Chromosomen, 23 von jedem Elternteil.
Intron
Introns (sg. Intron) sind die Abschnitte der DNA innerhalb eines Gens, die nicht für aktuell produzierte Proteine oder Proteinabschnitte kodieren, da sie aus der prä-mRNA herausgespleißt werden, bevor diese zur Translation aus dem Zellkern herausgeschleust wird. Die in der reifen mRNA verbleibenden Teile des Gens nennt man Exons. Introns und die Aufteilung des Gens in Introns und Exons gehören zu den Hauptcharakteristika von eukaryontischen Zellen.
Mutation
Ungerichtete Veränderung im Genom.
Die Änderung findet an einer mehr oder weniger zufälligen Stelle statt und betrifft irgendein Gen. Sie kann vollkommen ohne Auswirkungen bleiben, weil der Bereich, in dem sich durch die Mutation eine Veränderung in der DNA-Sequenz ergeben hat, ohnehin nicht abgelesen wird (sogenanntes Intron).
Thymin
Thymin ist eine der vier DNA- und RNA-Basen.
Sie ist, ebenso wie Cytosin, eine Pyrimidinbase.
Die korrespondierende Purinbase ist Adenin.
Das Basenpaar wird über zwei Wasserstoffbrücken verknüpft.
RNA
eine Nukleinsäure, die bis auf zwei kleine Unterschieden eine Kopie der DNA ist.
Sie ist im Gegensatz zur DNA einzelsträngig und nicht doppelsträngig.


 
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