Biologie Lexikon / Glossar

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Biologie
von Neil A. Campbell

Biologie von Neil A. Campbell
Das allumfassende Biologie-Buch während dem Biologie Studium.

Biochemie
von Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert St

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Ökologie
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Zellen
( Zelle, cells )
 
(lat.: cella = Kämmerchen)
Kleinste selbstständig lebensfähige, biologische Einheit. Alle Lebewesen bestehen aus Zellen. Die einfachsten Lebewesen bestehen aus nur einer einzigen Zelle. Höher entwickelte Lebewesen wie der Mensch sind aus einer grossen Anzahl von Zellen aufgebaut.



Einträge die zellen enthalten:
Interleukin
Signalstoff der Lymphozyten und Makrophagen; = Cytokinin zur Aktivierung anderer Immunzellen
Perforin
Protein, das cytotoxische T-Zellen ausschütten, das Löcher in die Zellmembran von Zielzellen bildet, sodaß diese am osmotischen Schock sterben.
Gameten
Keimzellen, d. h. Eizellen oder Spermien
Mesophyll
Das innere Gewebe eines Blattes (ohne Leitgefäße). Bei grünen Pflanzen befinden sich in diesen Zellen die meisten Chloroplasten und hier findet die Photosynthese statt.
Actin
Protein der dünnen Filamente des Muskels, kommt aber auch in anderen Zellen vor.
Bakteriophage
Viren, die spezifisch Bakterien befallen und sich in ihnen vermehren. Die Bakterienzellen werden dabei in der Regel zerstört.
Erythrozyt
Rotes Blutkörperchen, enthält den Blutfarbstoff Hämoglobin, der den Sauerstoff zu den Körperzellen transportiert.
Chromosomen
Fadenförmige lange DNA-Moleküle im Zellkern, die im Mikroskop als Organisationseinheit des Erbguts zu erkennen sind. Menschliche Körperzellen haben 46 Chromosomen, 23 von jedem Elternteil.
Prokaryonten
Lebewesen können in zwei große Domänen eingeteilt werden: Eukaryonten und Prokaryonten. Prokaryontisch sind alle Zellen, die im Unterschied zu den Eukaryonten keinen Zellkern besitzen. Unterschieden werden Bakterien und ihnen gegenüber die Archäa. Die Unterschiede zwischen beiden ähnlich aussehenden Gruppen sind so groß, dass manche Systematiker auch gerne Bakterien, Archäa und Eukaryonten auf gleiche Stufe stellen.
Desmosomen
Desmosomen kommen in Epithelzellen und in der Herzmuskulatur vor. Sie stehen cytoplasmatisch mit Intermediärfilamenten über Plaqueproteine wie Desmoplakin und Plakoglobin in Verbindung (Cytokeratinfilamente im Epithel, Desminfilamente im Herzmuskel).
Durch Desmosomen werden die Plasmamembranen zweier Zellen auf einen Abstand von etwa 30 nm angenähert.
Die für die Zell-Zell-Verbindung verantwortlichen Adhäsionsproteine sind homotypische Desmogleine und Desmocolline, die zur Familie der Cadherine gehören.
Hemidesmosomen
Hemidesmosomen sehen elektronenmikroskopisch wie halbe Desmosomen aus und vermitteln den Kontakt zur Basallamina. Sie werden also insbesondere von Epithelzellen und Endothelzellen expremiert. Die Adhäsionsmoleküle sind hier nicht Cadherine sondern die Integrine, die mit Komponenten des Extrazelluläraumes bzw. der Basalmembran interagieren.
Intron
Introns (sg. Intron) sind die Abschnitte der DNA innerhalb eines Gens, die nicht für aktuell produzierte Proteine oder Proteinabschnitte kodieren, da sie aus der prä-mRNA herausgespleißt werden, bevor diese zur Translation aus dem Zellkern herausgeschleust wird. Die in der reifen mRNA verbleibenden Teile des Gens nennt man Exons. Introns und die Aufteilung des Gens in Introns und Exons gehören zu den Hauptcharakteristika von eukaryontischen Zellen.
Mesoderm
Mesoderm ist das mittlere bzw. 3. Keimblatt neben dem Entoderm und dem Ektoderm. Die Mesoderm-Zellen entstehen beim Menschen in der dritten Entwicklungswoche durch Einwanderung zwischen Epiblast und Hypoblast.
Blastomeren
Die ersten Zellen eines Embryos nach Teilung der Zygote bis zum Morulastadium, ehe es zur Bildung einer Keimblase (Blastozyste) kommt.
Embryoblast
Innere Zellmasse der Blastozyste, aus der sich der Fetus entwickelt. Die Zellen dieser inneren Zellmasse sind pluripotent.
diploid
In den Zellen ist in der Regel jedes Chromosom doppelt = diploid vorhanden, nämlich jeweils eines von der Mutter und eines vom Vater. Außer den Gameten (Geschlechtszellen), die immer hapoid sind, haben die meisten tierischen Zellen einen diploiden Chromosomensatz. Gegensatz: haploid
haploid
Eine haploide Zelle besitzt im Gegensatz zur diploiden von jedem Chromosom nur ein Exemplar anstatt zwei. Ein normalerweise doppelter Chromosomensatz wird in der Meiose bei der Bildung der Gameten (Geschlechtszellen) auf einen einfachen Chromosomensatz reduziert. Gegensatz: diploid
Ribosomen
Die Ribosomen sind die Eiweiß-Fabriken der Zellen, die anhand von verschlüsselten Bauanleitungen Eiweiße herstellen.
Osteoblasten
Zellen, die die primär unverkalkte Knochensubstanz bilden. Die Osteoblasten schliessen sich hierdurch selbst im Knochen ein, sie werden dann als Osteocyten bezeichnet.
Osteoklasten
knochenabbauende Zellen. Damit der Knochen den mechanischen Belastungen gewachsen ist, wird durch Osteoklasten alte Knochenmasse abgebaut und durch Osteoblasten neue Zellstrukturen aufgebaut. Störungen dieses ständig stattfindenden Skelettumbaus können zu Erkrankungen des Knochens führen, wie z. B. zur Osteoporose.
Zellrezeptor
Molekül auf der Oberfläche von Zellen, das gezielt bestimmte Substanzen (z.B. Beispiel Hormone oder Botenstoffe) einfängt.
Solche Substanzen werden vielfach mit einem Schlüssel verglichen, der genau in das Schloss des Rezeptors passt. Sperrt die Schlüsselsubstanz, so verändert der Rezeptor seine Raumstruktur und löst dadurch Reaktionen im Inneren der Zelle aus.
Mitochondrien
Die Organellen in Eurozytenzellen, in denen die Zellatmung abläuft.
Cortex cerebri
(lat. Hirnrinde / Kortex)
Rindenförmige Ansammlung von Nervenzellen am äußeren Rand des Großhirns, das die beiden Hirnhemisphären bildet.
Die Hirnrinde ist der Sitz der Sinneswahrnehmungen, deren Verbindungsstelle zum Bewegungsapparat und der intellektuellen Leistungen.
Mikrotubuli
Röhrenförmige Zellstrukturen, die wie ein Gerüst auf- und abgebaut werden können und so u.a. die Form der Zelle beeinflussen. Bei der Zellteilung sorgen sie für die richtige Verteilung der verdoppelten Chromosomen in die Tochterzellen.
Zellwand
Bei Pflanzenzellen Schicht aus Cellulose oder Holz um die Zellmembran.
pluripotent
Pluripotente Zellen sind auf keinen bestimmten Gewebetyp festgelegt.
Sie besitzen die Anlage sich zu verschiedenen Zelltypen weiter zu entwickeln.
Vakuole
Die Vakuole ist in Pflanzenzellen ein großer, flüssigkeitsgefüllter Hohlraum, der den größten Teil des Pflanzenzellvolumens einnimmt.
Plastiden
Plastiden sind typische Organellen der Pflanzenzellen. Zu ihnen gehören zum einen die Chloroplasten. Daneben werden aber auch noch andere Organellen gezählt, zum Beispiel die farbigen Chromoplasten und die farblosen Leukoplasten, sowie Übergangsstadien.
Telophase
Phase bei Zellteilungen, bei der sich neue Kernhüllen und Tochterzellen bilden.
tetrapolid
vierfach;
bei Zellen:
Eine Zelle enthält vier Chromosomensätze statt der üblichen zwei Sätze der diploiden Zelle.
Rhesusfaktor
ein Antigen der roten Blutzellen, wird dominant-rezessesiv vererbt.
Blutgruppen werden entweder als rhesus-positiv oder -negativ bezeichnet.
Morulastadium
Das Morulastadium is ein Stadium in der pränatalen Entwicklung:
geschlossener Zellverband mit mindestens 12- 16 Zellen, ca. am 3. und 4. Tag
Zellorganellen
subzelluläre, von Membranen umschlossene, funktionelle Untereinheiten der Zellen.
Protocyte
kernlosen Zellen der Archaebakterien, Bakterien und Blaualgen.
Immunkomplex
Zusammenlagerung von Antikörpern und Antigen (z. B. Krankheitserreger).
Die Erreger werden dadurch inaktiviert.
Die Immunkomplexe werden von Freßzellen aufgenommen und zerstört.
Tierzelle
Aufbau einer Tierzelle:
Zellmembran, Mitochondrium, endoplasmatisches Retikulum, Kernhülle
,Zellplasma, Dictyosom (Golgi-Apparat), rauhes endoplasmatisches Retikulum, DNS, Ribosomen, Golgi-Vesikel, Kernpore, Kernkörperchen und Nukleolus

Im Gegensatz zu Pflanzenzellen fehlen:
Chloroplasten und Vakuole
Endothelzelle
meist platte Zellen, die Blutgefäße auskleiden.
Sie können gefäßerweiternde Substanzen freigeben oder Blutfette abbauen.

 
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